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Das Geheimnis des Chavismus

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Das Geheimnis des Chavismus

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Venezuela hält einige unrühmliche Rekorde: kaum irgendwo auf der Welt wird mehr gemordet geraubt, entführt, gestohlen. Trotzdem gilt Hugo Chavez hier als Heilsbringer. Als er vor 14 Jahren Präsident wurde, waren 60 Prozent der Bevölkerung bitterarm. Heute geht es ihnen besser. Ein Großprojekt von Chavez war die Seilbahn in der Hauptstadt Caracas. Mit ihr brauchen Pendler aus den Slums nicht mehr wie früher drei Stunden ins Zentrum, sondern nur noch 17 Minuten.
Gemeinderatssprecher José Castañeda schwärmt: “Der Commandante gab uns das Geld für dieses historische Projekt. Jeder, der diese Bahn in Zukunft benutzt, wird sich an Chavez erinnern.” Und es gibt ein weiteres Projekt, mit dem Chavez das Leben der Armen verbessert hat: die staatlich unterstützte Supermarktkette MERCAL. Der Discounter bietet Waren dank üppiger Subventionen weit unter Marktpreis an. Allein in Caracas gibt es 500 MERCALS. Mit monatlich weniger als umgerechnet 100 Euro kann eine fünfköpfige Familie hier mit Lebensmitteln versorgt werden.
Euronews: “Wenn Sie in einem normalen, nicht staatlichen Supermarkt einkaufen müssten, könnten Sie sich das hier nicht leisten, oder?”
Anwohner José Félix Rivas: “Nein, könnte ich nicht, dafür hätte ich nicht genug Geld. Der MERCAL ist das beste, was der Präsident je für die Armen getan hat.” Finanziert wurden diese Programme auch durch die Verstaatlichung vieler privater Unternehmen.
Euronews: “Sozialprojekte in Barrios (Armenvierteln), wie das hinter mir sind der Schlüssel zum Erfolg von Hugo Chávez und der Grund für seine ungeheure Popularität bei den unterpriveligierten Bevölkerungsschichten. Diese Politik der umfangreichen Subventionen wird von den riesigen Erdölreserven Venezuelas finanziert.”