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Ehemaliger britischer Minister muss ins Gefängnis

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Ehemaliger britischer Minister muss ins Gefängnis

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Der ehemalige britische Minister Chris Huhne ist von einem Londoner Gericht zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden.
Der Liberaldemokrat wurde wegen Täuschung der Justiz durch die Vertuschung eines Verkehrsdelikts schuldig gesprochen.
Der Vorfall ereignete sich bereits im März 2003.
Huhne war zu schnell gefahren und geblitzt worden, hatte die Punkte aber auf seine damalige Ehefrau abgewälzt, um seinen Führerschein nicht zu verlieren.

Seine heutige Ex-Frau Vichy Price wurde ebenfalls zu acht Monaten Haft verurteilt.
Sie hatte den Vorfall selbst an die Öffentlichkeit gebracht, nachdem ihr Mann sie 2010 mit einer Mitarbeiterin betrogen hatte und die Ehe nach 26 Jahren vor dem Aus stand.

Erst als im Februar 2012 Anklage gegen Huhne erhoben wurde, plädierte er auf schuldig. Bis dahin hatte er immer wieder seine Unschuld beteuert.
Huhne musste wegen der Affäre sein Amt als Energieminister im Kabinett des konservativen Koalitionspartners David Cameron niederlegen.

Für die liberal-demokratische Partei ist die Verurteilung von Huhne auch eine politische Katastrophe, galt der 58-Jährige doch lange als potenzieller Nachfolger von Parteichef Nick Clegg.