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Kardinäle wählen neuen Papst

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Kardinäle wählen neuen Papst

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Die Welt blickt nach Rom, die Spannung steigt. Gründlich vorbereitet haben sich die Kardinäle, an diesem Dienstag schreiten sie in einer feierlichen Prozession in die Sixtinische Kapelle. Vor ihnen liegt die Aufgabe, ein neues Oberhaupt für die 1,2 Milliarden Katholiken weltweit zu küren. Die Sixtinische Kapelle ist abgeriegelt wie eine Festung. Nichts von dem, was hier hinter verschlossenen Türen besprochen wird, soll an die Öffentlichkeit dringen.

“Vor hunderten Jahren hat es manchmal drei Jahre gedauert, bis ein neuer Papst gewählt wurde”, sagt Kim Daniels von der katholischen Presse in den USA. “Sie haben die Kardinäle bei Wasser und Brot eingesperrt. So ist das heute aber nicht mehr.” Nach Beginn des Konklaves werden die Pilger auf dem Petersplatz in Rom wohl jeden Tag mehrfach den Atem anhalten. Wenn vom Dach der Sixtinischen Kapelle weißer Rauch aufsteigt, ist ein neuer Papst gewählt.

Thomas Rosica von der vatikanischen Pressestelle meint, bis zum Ende der Woche werde man einen neuen Papst haben. Er glaube nicht, dass es ein langes Konklave geben werde. Die Kardinäle seien vorbereitet und wüssten, was sie wollten. Als Favoriten bei der Papstwahl werden oft der Mailänder Erzbischof Angelo Scola
und Odilo Pedro Scherer aus Brasilien genannt. An der Wahl nehmen voraussichtlich 115 Kardinäle teil, zwei Drittel von ihnen müssen für einen Kandidaten stimmen, damit dieser Nachfolger von Benedikt XVI. wird.

Der Erzbischof von Durban, Kardinal Wilfrid Fox Napier, meint, es gebe heute mehr jüngere Leute, man habe mehr Zeit darüber zu diskutieren, was die Kirche und die Welt benötigten. Ist ein neuer Papst gefunden, läuten die Glocken des Petersdoms. Viele Gläubige machen sich dann auf den Weg in Richtung Petersplatz, wo sich das neue Oberhaupt der Katholiken erstmals der Öffentlichkeit zeigt.