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Korea-Konflikt spitzt sich zu: Drohgebärden auf beiden Seiten

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Korea-Konflikt spitzt sich zu: Drohgebärden auf beiden Seiten

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In Südkorea haben Dutzende Aktivisten gegen das gemeinsame Militärmanöver der südkoreanischen und der amerikanischen Streitkräfte protestiert. Die Beziehungen mit Nordkorea sind angespannt und die Demonstranten fürchten eine Eskalation.
Nordkorea hat bereits eine wichtige Telefonverbindung zum südlichen Nachbarn gekappt. Es herrscht Funkstille.

Kim Min-seok, der Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministers rechtfertigte die jährliche Feldübung: “Nordkorea versucht immer wieder uns mit Ankündigungen zu provozieren. Die südkoreanische Armee bereitet sich darauf vor, Vergeltung zu üben, falls Nordkorea zur Tat schreitet.”

Seit Anfang des Monats proben 10.000 südkoreanische und 3.500 US-Soldaten den Kriegsfall zwischen Nord- und Südkorea an Land und auf See.

Die Reaktion Nordkoreas ließ nicht lange auf sich warten. Die Regierung in Pjöngjang drohte Südkorea und den USA mit dem “totalen” Krieg, Armee und Atomwaffen seien einsatzbereit. Nordkorea erklärte zudem den Waffenstillstand von 1953 für ungültig. Experten zufolge soll mit der Kriegsrhetorik die Loyalität des Volkes zum jungen Anführer Kim Jong Un gestärkt werden.