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Lotusblüte für indischen Film

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Lotusblüte für indischen Film

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Der indische Regisseur Kamal K.M. hat beim 15. Festival des asiatischen Films in Deauville den Hauptpreis gewonnen.

“I.D.” ist Kamal K.M.‘s zweiter Spielfilm und die erste Produktion der unabhängigen Filmproduktionsfirma “Jar Pictures”:

“Wir haben diesen Film mit Freunden aus Mumbai gedreht, die Regisseure sind. Wir hatten kein Geld, nur ihre Unterstützung. Das ist ein Film, den jeder machen kann, er ist aus guten Absichten heraus entstanden. In dem Film wird das System kritisiert, in dem wir leben. Ein System, das versagt.”

Charu, ein junges Mädchen vom Land, kommt nach Mumbai um ihr Glück zu finden.

Auf der Suche nach Identität verliert sie sich im Großstadtdschungel.

Eine besondere Ehrung erhielt der chinesische Filmemacher Wong Kar-Wai. Sein Kung-Fu-Epos “The Grandmaster”, der auch Eröffnungsfilm der Berlinale war, wurde in Deauville außerhalb des Wettbewerbs gezeigt.

Wong Kar-Wai: “Es gibt so viele Filme über Tritte und Schläge. Ich wollte keinen Kung-Fu-Film machen, der nur Technik und Geschick zeigt. Ich wollte einen Film über Martial Arts machen, die Philosophie und Denkweise, die dahinterstecken, und den Ehrenkodex.”

Erzählt wird die Geschichte der Martial Arts Legende Yip-Man. Im Juni kommt der Film in die deutschsprachigen Kinos.

Eine weitere Ehrung außerhalb des Wettbewerbs ging an den japanischen Filmemacher Sono Sion. In seiner jüngsten Produktion “Land of Hope” verarbeitet er die Katastrophe von Fukushima.

Eine Familie führt ein stilles und friedliches Leben auf dem Land, bis ein Erdbeben ihre Heimat erschüttert und sie zur Flucht zwingt.

Seit über 10 Jahren versucht das Festival von Deauville den Reichtum und die Vielfalt des asiatischen Films dem europäischen Publikum näher zu bringen.