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Pakistan: Christen fordern Schutz vor muslimischen Angriffen

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Pakistan: Christen fordern Schutz vor muslimischen Angriffen

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Nach den heftigen Übergriffen auf Christen am Wochenende blieben heute viele christliche Schulen in Pakistan geschlossen. Zuvor hatten im ganzen Land tausende Christen dafür demonstriert, dass sie als religiöse Minderheit besser geschützt werden.

In der Millionenmetropole Lahore im Norden des Landes hatte ein Mob aus rund 3.000 Muslime ein christliches Viertel gestürmt, geplündert und zahlreiche Häuser niedergebrannt. Die Randalierer forderten die Herausgabe eines jungen Christen, der beschuldigt wurde, abfällig über den Propheten Mohammed gesprochen zu haben. Die Polizei nahm den Mann fest, doch die wütende Menge ließ sich nicht beruhigen.

Viele Christen flohen. Ein junger Mann erzählt: “Es war grausam und unmenschlich. Wir sind jetzt obdachlos, dabei haben wir nichts getan.”

Der Justizminister der Provinz Punjab erklärte, dass gegen die Gewalttäter Anklage wegen Vandalismus erhoben werde. Zudem versprach er den Christen, die ihr Hab und Gut verloren haben, Entschädigung. Christen stellen weniger als zwei Prozent der mehr 180 Millionen Pakistaner.