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Britische Parlamentarier fordern stärkere Banken-Reformen

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Britische Parlamentarier fordern stärkere Banken-Reformen

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In Großbritannien fordern einflussreiche Parlamentarier eine Verschärfung der von der Regierung vorgelegten Banken-Reformen. Der Parlaments-Ausschuss für Bank-Standards will Regierung und Abgeordneten die Macht zur Aufspaltung von Banken geben. Bisher ist lediglich geplant, das Privatkundengeschäft vom Investmentbanking abzuschotten.

Der Vorsitzende des Ausschusses, der Konservative Andrew Tyrie, sagte, es liege an den Briten selbst darüber zu entscheiden, was für Großbritannien und die Industrie am Besten sei. Man könne nicht auf eine Entscheidung des kleinsten gemeinsamen Nenners der Basel-Gruppe warten.

Der Ausschuss war im Zuge des Skandals um Zinsmanipulationen ins Leben gerufen worden, der seit 2012 vor allem die Barclays Bank erschüttert hat. Die Parlamentarier fordern, die Reformen bis Mai zurückzustellen. Dann soll der Abschlussbericht des Ausschusses vorliegen. Finanzminister George Osborne hatte Banken, die sich nicht an die interne Trennung von Filialgeschäft und Investmentbanking halten, schon im Februar mit einer Aufspaltung gedroht. Das reiche aber nicht aus, meint Tyrie.