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CeBIT: Let's share!

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CeBIT: Let's share!

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Viel zu sehen gab es für Geeks und Anzugträger auf der diesjährigen CeBIT, der nach wie vor weltgrößten Computermesse in Hannover. Trotz der eher flauen Wirtschaftslage waren gut 4000 Aussteller aus 70 Ländern präsent und zeigten ihre neuen Vorschläge zu den Topthemen der Messe Cloud Computing, Big Data und das Teilen von Ressourcen im Cyberspace, sprich “Shareconomy”. Besonders umgarnt wurde diesmal ein lang übersehener Messegast, genau, der Endverbraucher! Komplexe und abstrakte Technologien wurden an den Ständen der großen Branchenvertreter in aufwendigen Demonstrationen veranschaulicht. Zum Beispiel beim deutschen Softwarehersteller SAP. Um sehr große und vielfältige Datenmengen innerhalb kürzester Zeit zu bearbeiten, setzt das Unternehmen auf das In-Memory-System HANA.
“Das System ist zehntausend Mal schneller, als herkömmliche datenbasierte Technologien”, so Co-CEO Jim Snabe. “Ein Anwendungsbeispiel, das wir hier zeigen, ist die DNA-Anlayse eines Patienten, um genau die richtige Behandlung für spezifische Genmutationen zu ermitteln.”

Bei der Genomsequenzierung fallen Rohdaten im Terabyte-Bereich an. Das “Virtuelle Patienten Modell” analysiert die Datenflut in Echtzeit und sagt voraus, mit welchen Medikamenten sich der Krebs am besten bekämpfen lässt.
Ein anderes Anwendungsbeispiel für Big-Data-Analyse ist der Manhattan Showcase, eine interaktive Karte, auf der man den Stromverbrauch von Big Apple erfragen kann. “Wenn ich hier über diese Karte navigiere, werden jedesmal Abfragen an die Datenbank geschickt, 200 bis 300 Abfragen pro Minute, die an die Datenbank gehen, mit 0,03 oder momentan 0,09 Sekunden Abfragezeit”, erklärt Senior Development Manager Ingo Brenckmann. Das ist die Geschwindigkeit von In-Memory-Computing. Die Datenbank enthält vier Milliarden Datensätze.

Ein weiterer Zukunftstrend ist shoppen mit dem Smartphone. Indem man im Supermarkt der QR Code scannt oder mit einer speziellen App Bilder der Produkte auswertet. Der Kunde erhält Informationen über die Zusammensetzung des Produkts – und der Supermarkt über das Kaufverhalten seiner Kunden.

Eine wahrhaft grüne Oase inmitten der Messeflut war der CMS Garden, der gemeinsame CeBIT-Auftritt der deutschen Open Source Gemeinde, gewissermaßen DIE Alternative. “Hier werden Ideen angebaut, wenn man so will, wir präsentieren 13 CMS Systeme aus dem Open Source Bereich”, so Florian Klare, einer der Verantworlichen für den Gemeinschaftsstand. “Was wir anbieten, ist einmal die Information, was für Systeme es gibt, wofür die am besten geeignet sind, welche Zielgruppen man damit erreichen und wie man uns unterstützen kann.”

Shareconomy lautete das Motto der CeBIT. Aber alles will man nicht mit jedem teilen, und erst recht nicht mit Hackern oder Cyberkriminellen. Auf der CeBIT zeigten Hersteller, wie man sich vor dem Angriff aus dem Internet schützen kann. Zum Beispiel das abhörsichere Handy, mit dem bald die deutsche Bundeskanzlerin Frau Merkel telefoniert.

Zwei Anbieter haben den Zuschlag für das neue Kanzler-Handy bekommen. Eines davon, den neuen Blackberry 10 mit hochsicherer Secusmart-Technologie, nahm Frau Merkel beim CeBIT-Besuch persönlich in Augenschein. Ein Smartphone, aber dennoch sicher, weil aufgeteilt in einen dienstlichen und einen privaten Bereich.

“Das System macht den dienstlichen Bereich des Handsystems so sicher, dass auch Regierungsdokumente dort liegen können, dass Regierungs-E-Mails damit verschickt werden können und dass damit auch sicher, verschlüsselt, telefoniert werden kann”, betont Secusmart-Chef Hans-Christoph Quelle.