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Praktizierte Nächstenliebe in der Caritas

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Praktizierte Nächstenliebe in der Caritas

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Ein Zentrum des kirchlich-katholischen Wohlfahrtsverbandes Caritas in Rom. 500 Essen werden hier täglich an Bedürftige ausgegeben. Hier geht es um die Grundbedürfnisse der Menschen, hier wird praktiziert, was die Kirche predigt: Nächstenliebe. Hier arbeitet auch Don Enrico. Er findet, seine Arbeit hat vor allem etwas mit Gott und Moral zu tun:

“Es sieht für mich so aus, dass das Verlangen nach Moral heutzutage immer wichtiger wird. Worte wie Gemeinschaftsgut, Moral, Engagement, Respekt vor dem Anderen… darüber reden viele Leute. Aber für viele ist es schwer, das auszusprechen und es mit Gott zu verbinden – als ob das etwas unnormales wäre”, sagt Don Enrico.

100 Betten gibt es in der Caritas-Station, konkrete Hilfe für diejenigen, die ein Dach über dem Kopf benötigen. Auch hier schaut man auf die Sixtinische Kapelle. Michael Desire ist politischer Flüchtling aus der Elfenbeinküste. “Sollte der Papst Afrikaner sein, dann würden wir das begüßen, denn das wird Afrika und die Menschheit voranbringen”, sagt Desire.

Für viele Menschen ist die Kirche, sind die Kardinäle und die Hierarchie dieser Institution zu einer abstrakten Größe geworden. Und so dürfte es eine der schwierigsten Aufgabe des neuen Papstes werden, die katholische Kirche den Menschen wieder nahe zu bringen.

“Weit weg vom Vatikan und dem Konklave gibt es eine andere Kirche”, sagt die euronews-Korrespondentin Simona Volta. “Eine Kirche, die von Priestern und freiwilligen Helfern gemacht wird, die täglich diejenigen unterstützen, die es am meisten brauchen. Doch oft gelingt es nicht, diese Arbeit in Glauben umzuwandeln.”