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Schwarzer Rauch über der Sixtinischen Kapelle

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Schwarzer Rauch über der Sixtinischen Kapelle

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Schwarz war der Rauch.

Noch kein neuer Papst bei der ersten Abstimmung der 115 Kardinäle am Dienstagabend in der Sixtinischen Kapelle. Keine Zweidrittel-Mehrheit für einen Nachfolger des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI.. Tausende Menschen auf dem Petersplatz in Rom verfolgten gebannt die Farbe des ersten Rauchzeichens.

Erst weißer Rauch aus dem Konklave heißt: “Habemus Papam” – ein neuer Papst aus der Mitte der Kardinäle ist gewählt.

Seit Dienstag ist die Sixtinische Kapelle abgeriegelt wie eine Festung. Nichts von dem, was hier während der Papstwahl hinter verschlossenen Türen besprochen wird, soll nach außen dringen. Handys und Internet sind verboten, ein Faradayscher Käfig soll Abhöraktionen verhindern. Wer gegen die Geheimhaltung verstößt, fliegt raus – Exkommunizierung.

Ein paar Favoriten:

Angelo Scola, Erzbischof von Mailand, Angelo Scola galt schon vor der Wahl Benedikts XVI. als “papabile”. Italiener, wird aber nicht zur mächtigen Vatikan-Bürokratie gezählt.

Odilo Scherer, Erzbischof von São Paulo, Brasilien, der mit gut 5 Millionen Katholiken drittgrößten Diözese der Welt. Sitzt in der Kardinalskommission der Vatikanbank und gilt als potentieller Bewahrer des Status Quo.

Timothy Dolan, Erzbischof von New York. Gilt als Mann des offenen Wortes – auch in Form eher flapsiger Äußerungen über Homosexualität – was ihm einige Kritik eintrug.

Luis Tagle, Erzbischof von Manila. Mit 55 Jahren der zweitjüngste Teilnehmer am Konklave. Hat eine eigene Fernseh-Show.

Am Mittwoch und den Tagen danach sind hinter verschlossenen Türen je bis zu vier Wahlgänge vorgesehen – bis der 266. Nachfolger Petri als Kirchenoberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken gefunden ist.

Mit dpa, Reuters