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Die Papstwahl braucht Zeit

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Die Papstwahl braucht Zeit

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Als zum Auftakt der Papstwahl schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufstieg, war bei den Tausenden Besuchern vor dem Petersdom von Enttäuschung nichts zu spüren. So schnell hatte niemand mit einer Entscheidung gerechnet.

“Es ist nicht so einfach, die richtige Wahl zu treffen”, glaubt Geraldina aus der Demokratischen Republik Congo. “Die Kirche braucht vor allen Dingen einen Papst, der in menschlicher Hinsicht weltoffen ist.”

“Es ist eine Party hier auf dem Platz vor dem Dom”, sagt eine Nonne aus den Niederlanden. “Es fühlt sich sehr katholisch an. Es ist ein kalter Abend und alle gucken auf einen kleinen Schornstein, statt nachhause zu gehen und etwas zu essen.”

“Ich war hier in der Nacht, als Johannes-Paul II. gewählt wurde”, berichtet ein Einwohner Roms. “Ich hatte diese Ehre”, fährt er gerührt fort. “Und ich war hier, als Johannes Pauls Leichnam aufgebahrt wurde. Ich war während der wichtigsten, fundamentalsten Momente der Kirche dabei.”

Im Interesse der Papstbeobachter vor dem Petersdom ist auf eine schnelle Entscheidung zu hoffen, denn laut Wettervorhersage soll der Regen in Rom am Mittwoch zunehmen.