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Europaparlament schwächt Agrarreform ab

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Europaparlament schwächt Agrarreform ab

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Das Europaparlament hat die ehrgeizigen Pläne der EU-Kommission für eine Agrarreform abgeschwächt. Das Parlament stimmte dafür, dass 30 Prozent der Zuschüsse für Europas Landwirte an eine ökologische Bewirtschaftung der Ackerflächen gekoppelt werden. Die Bedingungungen für diese Zahlungen sind aber weniger strikt als von der Kommission vorgesehen. Wer wie viel erhält, soll künftig veröffentlicht werden, so Paolo De Castro von der Gruppe der Sozialisten und Demokraten. Doppelzahlungen sollen dadurch vermieden werden. Auch beschloss das Parlament Obergrenzen für die Zahlungen: Kein Betrieb soll mehr als 300 000 Euro bekommen.
“Niemand wird voll und ganz zufrieden sein”, meint Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos, “wichtig aber ist, dass die zuständigen Minister, die Kommission und das Parlament ein Übereinkommen finden, damit die Landwirtschaft in neue Bahnen gelenkt werden kann. Wir müssen es auch kleinen Betrieben und jungen Landwirten möglich machen, mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt zu halten.” Die Verhandlungen zwischen dem Parlament und den Mitgliedsstaaten könnten bis Juni dauern. Die Reform soll 2015 in Kraft treten.