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Eye-Tracking, 3-D-Blick und Riesenteleskop auf der CeBIT

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Eye-Tracking, 3-D-Blick und Riesenteleskop auf der CeBIT

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Ein Blick sagt mehr als Tausend Worte. Er kann sogar Computer steuern. Auf der diesjährigen CeBIT in Hannover präsentierte der schwedische Eye-Tracking-Experte Tobii Technology ein eigenständiges Peripheriegerät, das per USB an jeden beliebigen Computer angeschlossen werden kann. Das Gerät sendet Infrarotlicht aus, das vom Augapfel des Nutzers reflektiert wird. Kameras erfassen diese Reflexe.

Nicolas Pezzarossa, Geschäftsführer der Tobii Technology GmbH, erläutert. “Hier bin ich zum Beispiel auf dem Windows 8 Desktop und wähle Applikationen aus, die ich über den Blick starten kann. Hier ist es so gemacht, dass man mit den Augen auswählt und mit dem Drücken einer Taste bestätigt. Wir bieten eine neue Plattform für Entwickler an, die dadurch die Möglichkeit bekommen, ihre Applikationen ‘blicksteuerungsfit’ zu machen, weil wir davon ausgehen, dass ungefähr im Laufe des nächsten Jahres auch Consumer-Produkte im Markt angeboten werden, die Eye-Tracking implementieren.”

Ein Augenschmaus für Videospieler ist die 3-D-Brille von Carl Zeiss. Der bereits auf der letzten CeBIT vorgestellte Cinemizer OLED wurde um eine neue Head-Tracking-Funktion bereichert, die Kopfbewegungen registriert und auf dem Bildschirm umsetzt. Der Rundumblick ist allerdings nicht ganz billig: Rund 800 Euro kostet die Brille samt Zusatzgerät.

An einem neuen Auge für den Weltraum arbeiten IBM und das niederländische Institut für Radioastronomie (ASTRON). Im Rahmen des Projekts sollen extrem leistungsfähige und energieeffiziente Technologien entwickelt werden, um die gigantischen Datenmengen des neuen Teleskops zu verarbeiten, erklärt Ton Engbersen von IBM. “Das so genannte Square Kilometer Array-Teleskop ist ein extrem großes Teleskop, das wir in Südafrika und Australien bauen, um die Signale des Big Bang vor 13 Milliarden Jahren zu empfangen.”

Die Forscher arbeiten an Systemen, die in der Lage sind, 1000 Mal mehr Daten zu verarbeiten als die derzeit schnellsten Rechner. Das weltweit größte und empfindlichste Radioteleskop soll im Jahr 2024 den Betrieb aufnehmen.