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Syriens verlorene Kinder

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Syriens verlorene Kinder

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Die Hilfsorganisation “Save the Children” beklagt die verzweifelte Lage der Kinder in Syrien. Statt einer unbeschwerten Kindheit erleben Mädchen und Jungen täglich Gewalt, Armut und Angst. Sie werden sogar als Kämpfer oder menschliche Schutzschilde missbraucht, heißt es im Bericht der Organisation.

Viele wurden auch Opfer von Scharfschützen oder Bombenangriffen. Ein 14-jähriger Junge erinnert sich: “Die erste Bombe fiel auf unser Haus. Wir begannen damit, den Schutt wegzuräumen. Dann fiel eine andere Bombe. Ich war verletzt und wurde ins Krankenhaus gebracht.”

Laut Justin Forsyth, Chef von “Save the Children”, erzählen die schwer traumatisierten Kinder oft nüchtern von grauenhaften Erlebnissen. “Es ist schrecklich, wenn ein Kind einem erzählt, dass sein Freund vor seinen Augen getötet wurde, oder sein Vater gefoltert, oder seinem Bruder ins Bein geschossen wurde. Es ist unerträglich, wenn ein kleines Mädchen einem erzählt, wie es einen Luftangriff überlebte, bei dem mehrere seiner Familienangehörigen getötet wurden,” so Forsyth.

Mittlerweile sind viele Syrer ins Ausland geflohen. Sie finden Unterschlupf in Flüchtlingslagern oder bei Freunden, aber viele sind obdachlos. In den Straßen von Beirut, der Hauptstadt Libanons, trifft man auf bettelnde syrische Kinder.