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"Wir hoffen, dass sich der neue Papst um die Christen im Osten kümmert"

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"Wir hoffen, dass sich der neue Papst um die Christen im Osten kümmert"

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«Niemand leidet mehr wegen seines Glaubens als die Christen», davon war Papst Benedikt XVI. überzeugt. Beispiel Ägypten, zehn Prozent Christen, Tendenz fallend. Das Land liegt zwar “nur” auf Platz 15 des sogenannten “Weltverfolgungsindex” des “überkonfessionellen christlichen Hilfswerks Open Doors”. Aber nur im Norden Nigerias und im Sudan nahmen danach die Feindseligkeiten 2012 stärker zu.

Ein ägyptischer Moslem

“Ich wurde vor 65 Jahren geboren. Da lebten Christen unter uns, waren unsere Nachbarn. Unser Verhältnis: Nichts als Mitgefühl und Anteilnahme. Im Telefonspeicher habe ich meine Freunde, die meisten Christen. Und wenn ich einen befreundeten Christen in Problemen sehe, lass’ ich ihn nicht allein. Und wenn er mein Haus brennen sieht, macht er das Gleiche. Wir halten zusammen, seit ganz alten Tagen.”

Jahrhundertelang in der Mehrheit, wurden Christen in Ägypten nach der islamischen Eroberung im siebten Jahrhundert als “Dhimmis” steuerlich benachteiligt und von vielen Berufen ausgeschlossen.

Ein Christ in Ägypten:

“Wir hoffen, dass sich der neue Papst um die Christen im Osten kümmert. Und um ihr Leiden. Und ich hoffe, dass er die christlichen Kirchen einigen kann, in Ägypten, Griechenland und so weiter.”

Das Gefühl der Ausgrenzung nahm weiter zu, seit ägyptische Gastarbeiter aus Saudi-Arabien islamisch-wahhabitisches Gedankengut mitbrachten.

So werden Nichtmuslime in der öffentlichen Diskussion oft pauschal als „Kuffar“ (Ungläubige) bezeichnet. Und seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak 2011 klagen Christen über weiter wachsende Diskriminierung. Zugenommen haben auch die Prozesse gegen Christen, die angeblich den Islam beleidigt haben.

Dazu der Ethik-Spezialist des Vatikans Salvatore Rino Fisichella, Italienischer Erzbischof:

“Religionen können nicht in gewalttätiger Umgebung existieren, es ist nicht ihre Art. Daraus ergibt sich eine starke Verantwortung, dass Christen nicht mehr bis an die Grenze des Martyriums verfolgt werden. Aber auch, dass sie nicht ganz neuen Formen der Verfolgung ausgesetzt werden. Ich denke da in erster Linie an Spott, an Ausgrenzung, an Diskriminierung.”

Mit dpa

Link: http://www.portesouvertes.ch/pdf/hintergrundreport-zum-weltverfolgungsindex.pdf