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Einmal wisch und weg - Papierschwamm gegen Ölpfütze


Sci-Tech

Einmal wisch und weg - Papierschwamm gegen Ölpfütze

In den Gewässern vor der slowenischen Hafenstadt Koper verursachen Forscher eine kontrollierte Ölverschmutzung. Die Miniaturölpest dient einem wissenschaftlichen Zweck. Hier wird ein neues, umweltfreundliches Material getestet, mit dem sich Öllachen effizient, bis zu 99% aufsaugen lassen.
Ergebnis: sauberes Wasser, keine Spur von Öl! Schlamm aus Papiermühlen ist der ganz besondere Stoff, aus dem der saugfreudige Ölschwamm gemacht ist. Dabei werden Abfallreste aus der Papierherstellung wiederverwertet, ein schier unerschöpflicher Rohstoff. Jährlich werden in europäischen Papiermühlen über 90 Millionen Tonnen Papier produziert. Dabei fallen rund sechs Millionen Tonnen Papierschlamm an.

Das absorbierende Material eignet sich hervorragend zur Reinigung von Wasseroberflächen, wie
der slowenische Franc Černec in seinem Labor getestet hat. Das faserreiche Material kann bis zu vier Mal sein eignes Gewicht absorbieren und ist wesentlich preiswerter als herkömmliche Saugstoffe. Die Anwendung ist vielseitig. Auch feste Oberflächen lassen sich auf diese Weise entsorgen. Zum Beispiel Ölpfützen an Tankstellen.
Papiermüll lässt sich vielseitig wieder verwerten, in der Energieerzeugung, im Landschaftsbau, als Dünger. Der Ölschwamm ist eine neue Anwendungsmöglichkeit.

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