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EU-Gipfel: Sorge um Italien

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EU-Gipfel: Sorge um Italien

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Wirtschaftswachstum und neue Jobs sind die Themen des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Hinter den Kulissen aber sorgt das politische Chaos in Italien für Unruhe. Ein politischer Absturz der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone hätte schlimme Folgen. Nach Außen hin bemühen sich die Spitzenpolitiker Europas, die Wogen zu glätten. Doch rasche Lösungen sind nicht in Sicht. Der scheidende italienische Ministerpräsident Mario Monti sagte, er nehme ein letztes Mal an einem Gipfeltreffen teil und er werde mit seinen Kollegen sprechen. Er werde sie einladen, über das Gute und das Schlechte des Themas Italien nachzudenken. “Denn jenseits dessen, dass Italien eines der größten Migliedsländer ist, sollte darüber nachgedacht werden”, fügte Monti hinzu. Die EU-Spitzen pochen darauf, dass Italien auch mit einer neuen Regierung seine Sparverpflichtungen einhält. Der Verbleib Italiens in der Euro-Zone steht auf dem Spiel. Auch die irische Europaministerin Lucinda Creighton betonte: “Wir müssen die Ziele erreichen, wir müssen die Schulden verringern und wir haben dafür zu sorgen, dass die Kluft zwischen Ausgaben und Einnahmen geschlossen wird.” Nicht nur Italien, auch das pleitebedrohte Zypern gibt Anlass zur Sorge. Der neue Präsident Nikos Anastasiades gab sich in Brüssel jedoch zuversichtlich.