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Franziskus fährt Metro und ist Fußball-Fan

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Franziskus fährt Metro und ist Fußball-Fan

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In den ersten Kommentaren wird dem neuen Papst aus Argentinien zugute gehalten, dass er sich den Namen Franziskus nach dem Heiligen Franz von Assisi zugelegt hat, dass er stets für die Armen eingetreten ist und dass er einen asketischen Lebensstil pflegt. In Buenos Aires fuhr Jorge Mario Bergoglio auch als Erzbischof mit dem Bus und mit der Metro. Er lebte in einer Wohnung statt in einem Palast. Und als er zum Kardinal ernannt wurde, ließ er sich die speziellen roten Gewänder seines Vorgängers anpassen.

Dieses bescheidene Auftreten zeigte sich auch gleich in Franziskus erster Rede als Papst auf dem Balkon vor den Tausenden, die sich auf dem Petersplatz in Rom versammelt hatten. Der neue Papst schien sich tatsächlich erst an seine neue Rolle gewöhnen zu müssen und bat die Gläubigen, für ihn zu beten.

In Vatikankreisen wird berichtet, 2005 habe Jorge Mario Bergoglio nicht Papst werden wollen und sei vor dem Amt quasi davongerannt: jetzt habe Gott ihn zurückgeholt. Andere erzählen, der Geistliche aus Argentinien sei damals dem konservativeren Joseph Ratzinger unterlegen – jetzt hätten sich die fortschrittlicheren Kardinäle für die damalige Niederlage gerächt.

Auch wenn Franziskus für eine gewisse Nähe zur argentinischen Diktatur nachgesagt wird, hat er in seinen Predigten Politiker aller Richtungen kritisiert und ist vor allem gegen die Macht des Geldes eingetreten.

In ganz Argentinien wird Jorga Mario Bergoglio jetzt als Star gefeiert – wie sonst Messi und Maradona. Mit diesen beiden Nationalhelden vergleicht denn auch das argentinische Kickerblatt Olé den neuen Papst und zitiert Maradonas Spruch von der “Hand Gottes”. Tatsächlich interessiert sich der neue Papst aber für Fußball und ist nicht nur Fan, sondern seit 2008 auch Ehrenmitglied des Clubs San Lorenzo, der in Argentinien in der ersten Liga spielt und mehrmals Meister war.