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Argentinier sind geteilter Meinung über Franziskus

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Argentinier sind geteilter Meinung über Franziskus

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Der neue Papst macht weiter Schlagzeilen – auch in Argentninien, seinem Heimatland.
Aber auch die Schatten der Vergangenheit holen Franziskus ein. Sein Verhalten in
der Zeit der Militärjunta kritisieren manche als unentschlossen, besonders regierungsnahe Medien.
Ein Argentinier meint, Franziskus sei ein einfacher Mann, der das Protokoll nicht liebe. Er möge es nicht, unter Leuten zu sein, wenn es nichts mit Spiritualität oder anderen wichtigen Dingen zu tun habe.

Die Mütter der Plaza de Mayo, die bis heute gegen die Morde während der Militärdiktatur protestieren, stehen dem neuen Papst eher kritisch gegenüber.
“Die argentinische Kirche hat den Mördern die heilige Kommunion gegeben”, sagt eine von ihnen, “die Mörder sollten Reue zeigen. Aber das haben sie selbst vor Gericht nicht getan. Er wurde damals zum Bischof ernannt. Als solcher hätte er mehr tun können. Aber ich kann über niemanden richten.”

Francesca Ambrogetti ist Biographin des neuen Papstes und folgt seinem Werdegang schon seit längerem. “Ich denke, die Kardinäle haben die richtige Wahl getroffen”, sagt sie, “wegen seiner Vision für die Kirche. Seine neue Vision der Kirche. Der frühe Kardinal – und jetzige Papst – beschreibt seine Vision in dem Buch. Er spricht über eine Kirche, die eine Mission hat, eine Kirche, die die Menschen trifft. Eine Kirche, die nicht nur einen Sinn in sich selbst sieht, und die die Fragen der Katholiken beantwortet.”

euronews-Reporter Olaf Bruns ist in Buenos Aires und beschreibt das so: “Die Meinungen über den neuen Papst gehen weit auseinander hier in Argentinien, aber ob Franziskus I. ein Papst sein wird, der die Gegensätze befriedet, muss sich noch zeigen. Im Augenblick sieht es eher so aus, als haben die Kardinäle ein klares Zeichen für einen konservativen Kurs gesetzt.”