Eilmeldung

Eilmeldung

Märzenschnee tut Moskau weh

Sie lesen gerade:

Märzenschnee tut Moskau weh

Schriftgrösse Aa Aa

Ein russisches Wintermärchen: Moskau in tiefem Schnee. Wennn – ja, wenn es nicht eigentlich schon meteorologischer Frühling wäre. In Moskau fielen innerhalb der letzten 38 Stunden so viel Schnee, wie sonst in einem ganzen Wintermonat. Solche Schneemassen machen den Hauptstädtern zu schaffen – andere haben dafür nur ein müdes Lächeln übrig,
dieser Sibirier zum Beispiel, der nur spöttisch anmerkt: “Sie waren wohl noch nie im Winter in Sibirien!? Da schneits viel mehr, oft in Mann-Höhe!! Das hier ist doch lächerlich! Das werden wir schon überleben.” Und tatsächlich: in Sibirien liegen noch ganz andere
Schneemassen. Zum echten Problem drohen die nun zu werden, da die Temperaturen langsam Plusgrade erreichen und dadurch für Hochwasser sorgen. Dieser Sibierer sorgt sich und sagt aus Erfahrung: “Es hat wieder viel geschnet die letzte Nacht. Nun taut es. Überall Wasser!”
So manche Ortschaft im fernen Sibiren ist regelrecht abgeschnitten durch die Schmelzwasserfluten. Anderswo quält sich der öffentliche Personennahverkehr mühsam durchs kalte Nass. Rund ums Schwarze Meer hingegen herrschen 25 Grad PLUS! Den Frühling hat die Natur hier glatt übersprungen und sich schon auf Frühsommer eingestellt.