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Was bleibt vom Pontifikat Benedikt XVI.?

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Was bleibt vom Pontifikat Benedikt XVI.?

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Dieser 11. Februar 2013 wird als Tag in die Geschichte eingehen, an dem ein tausend Jahre altes Tabu in der katholischen Kirche gebrochen wurde. So lange ist es her, seit zuletzt ein Papst seinen freiwilligen Rückzug aus dem obersten Kirchenamt verkündete. Nun wird heftig spekuliert, ob Benedikt XVI. seiner Kirche damit eine Tür hin zu Reformen geöffnet hat. Vor acht Jahren war der Jubel groß in deutschen Landen. Wer erinnert sicht nicht an die Schlagzeile “Wir sind Papst”. Dem folgte bald eine gewisse Ernüchterung, als als er die zuvor ausgeschlossenen Holocaust-Leugner wieder in die Kirche aufnahm, als auch in Deutschland sexueller Mißbrauch durch Geistliche bekannt wurde, als vor allem nach seiner Rede von Regensburg ein neuer Graben aufzubrechen drohte zwischen Katholiken und Muslimen und auch als es mit der Ökomene in Deutschland so überhaupt nicht vorwärts ging. Die Enttäuschten machten in aller Öffentlichkeit ihrem Ärger Luft. Der Theologieprofessor Joseph Ratzinger, der sich nie so recht in die Niederungen katholischen Alltagslebens begeben hatte, hinterlässt als Papst auch diverse Probleme.
Der britische Historiker John Pollard verweist auf die Sorgen im Vatikan angesichts der Klagen, die da auf die Kirche noch zukommen können, sowohl finanzieller als auch juristischer Art. Und er vermutet darin einen Grund, weshalb der Alt-Papst sich nicht ins heimatliche Bayern zurückzieht sondern im Vatikan bleibt, wo er praktisch Immunität genießt. So wird er auf seine alten Tage auch nicht direkt miterleben müssen, wie daheim in Deutschland jedes Jahr um die 150.000 Katholiken ihre Kirche verlassen.