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Kenia: Wahlverlierer ficht Ergebnis an

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Kenia: Wahlverlierer ficht Ergebnis an

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Der Verlierer der Präsidentenwahl in Kenia, Raila Odinga (68), ficht das offizielle Wahlergebnis an. Odinga, bisher Ministerpräsident Kenias, reichte beim Obersten Gerichtshof in Nairobi Klage gegen das Ergebnis ein: Bei der Wahl habe es Unregelmäßigkeiten und Manipulationen gegeben. Sie sei “nicht frei und fair” gewesen; schon bei der Wählerregistrierung seien die Vorschriften ignoriert worden.

Der bisherige stellvertretende Ministerpräsident Uhuru Kenyatta (51) hatte dem offiziellen Wahlergebnis zufolge bei der Wahl am 4. März eine Mehrheit von 50,07 Prozent bekommen – gegen 43,2 Prozent für Odinga.

Eine absolute Mehrheit macht laut Verfassung eine Stichwahl überflüssig.

Kenyatta gilt als reichster Mann des Landes und ist vor dem Weltstrafgericht in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.

Die Polizei ging am Samstag mit Tränengas und Gummiknüppeln gegen demonstrierende Anhänger Odingas und Mitglieder seiner Cord-Partei vor.

Mit dpa, Reuters