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Ein Jahr nach den Merah-Morden: Hollande verspricht Antworten

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Ein Jahr nach den Merah-Morden: Hollande verspricht Antworten

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Mit einem Trauermarsch haben zahlreiche Menschen in Toulouse an die Opfer des islamistischen Attentäters Mohammed Merah erinnert, der im März vergangenen Jahres in Toulouse und Montauban sieben Menschen ermordete, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Frankreichs Präsident François Hollande versprach den Opfern, die offenen Fragen der Anschläge zu klären.

Hollande: “Hat Merah alleine gehandelt oder gehörte er zu einem viel größeren Netzwerk? Die Antwort sind wir den Familien, aber auch ganz Frankreich schuldig. Sie werden die Antwort erhalten, dafür garantiere ich.”

Besonderes Aufsehen erregte der Anschlag in einer jüdischen Schule. Merah erschoss hier einen Lehrer, dessen zwei Söhne und ein Mädchen. Er bezeichnete die Tat als Vergeltung für den Tod palästinensischer Kinder. Die Ermordung dreier Soldaten begründete er mit dem Hass auf die französische Armee, die damals in Afghanistan kämpfte.

Derweil ist unter anderem der Inlandsgeheimdienst in die Kritik geraten, der Merah schon vor den Taten beobachtet hatte. Der Algerier mit französischem Pass wurde als gefährlich eingestuft, konnte aber dennoch ungehindert in ausländische Terrorcamps reisen.

Fahnder nahmen mehrfach potentielle Mitwisser fest, bis auf Merahs Bruder Abdelkader mussten alle wieder laufen gelassen werden. Doch selbst bei Abdelkader ist die Beweislage äußerst dünn.