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Obamas Nahostreise: "Lass' Dein Smartphone zu Hause"

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Obamas Nahostreise: "Lass' Dein Smartphone zu Hause"

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Kurz vor Vereidigung der neuen israelischen Regierung sind die letzten offenen Posten besetzt worden. So wird Mosche Jaalon Verteidigungsminister in dem Mitte-Rechts-Kabinett. Der General gilt nicht als Palästinenser-Freund, gegenüber dem Iran dürfte er laut Beobachter aber eine besonnenere Linie verfolgen.

Am Samstag hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem Präsidenten des Landes, Schimon Peres, nach wochenlangen zähen Verhandlungen endlich die erfolgreiche Bildung einer Regierung mitgeteilt.

Unterdessen bereitet sich das Land auf den Besuch von Barack Obama vor. Der US-Präsident will bei seinem ersten Nahostbesuch am Mittwoch Israel und die Palästinensergebiete besuchen. Während das Geschäft mit USA und Obama-Artikeln gut läuft, sind die Hoffnungen, dass der Besuch den Friedensprozess wieder ankurbeln könnte, gering.

Einer der Streitpunkte zwischen den Verbündeten sind die israelischen Siedlungen. Netanjahu hält weiter an ihnen fest, das Weiße Haus kritisiert sie.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat sagte, Israel zerstöre mit den Baumaßnahmen die Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung. Washington ließ aber bereits wissen, Obama bringe keine neuen Friedenspläne mit.

In Ramallah hängen nun Protestplakate, die ihm raten, auch sein Smartphone nicht mitzubringen. Israel verbietet den Palästinensern hier den Zugang zum modernen 3G-Mobilfunknetz.