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Zyperns Präsident: "Wir wurden von der EU gezwungen"

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Zyperns Präsident: "Wir wurden von der EU gezwungen"

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Mit bis zu zehn Milliarden Euro wollen EU und IWF Zypern retten. Dass dafür auch die dortigen Bankkunden zahlen sollen, stößt in dem Land auf Widerstand. Präsident Nikos Anastasiades allerdings verteidigte die Entscheidung aus Brüssel. Sie sei ihm zwar aufgezwungen worden, angesichts der Umstände aber immer noch besser als ein Bankrott.

Anastasiades: “Ich glaube, es ist meine Pflicht, Sie über das Treffen mit der Eurogruppe zu informieren und Ihnen in aller Ehrlichkeit die Optionen darzulegen, mit denen wir zur Zustimmung gezwungen wurden: Zahlungsunfähigkeit Zyperns oder Austritt aus der Eurozone auf der einen Seite oder die nun getroffene Entscheidung auf der anderen.”

Der Deal sieht vor, dass Bankkunden bis zu 9,9 Prozent ihres Guthabens abgeben müssen. Die Zentralbank Zyperns legte bereits das Bankensystem praktisch lahm, um einem Ansturm auf die Konten vorzubeugen. Alle Transaktionen und Überweisungen werden vorläufig gestoppt. Außerdem könnten die Banken notfalls auch am Dienstag geschlossen sein.