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Bevorstehender Mali-Einsatz könnte länger dauern als geplant

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Bevorstehender Mali-Einsatz könnte länger dauern als geplant

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Die deutsche Bundeswehr könnte länger in Mali bleiben als bisher vorgesehen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière sprach bei einem Besuch in dem westafrikanischen Land von einer gewaltigen Aufgabe, die langen Atem brauche.

In den derzeitigen Kämpfen hilft Deutschland vom benachbarten Senegal aus mit Transportflugzeugen und einem Tankflugzeug. Nächsten Monat will aber die EU mit der Ausbildung malischer Soldaten beginnen, an der sich dann gut achtzig deutsche Soldaten beteiligen. Die ersten von ihnen sollen diese Woche eintreffen. Geplant sind für diese Ausbildung bisher fünfzehn Monate. Der Minister sagte, ob es dabei bleibe, müsse man sehen.

In Mali waren Anfang des Jahres islamistische Aufständische auf dem Vormarsch. Sie wollen den gewaltigen Norden des Landes für einen eigenen Staat. Die Regierung rief daraufhin im Januar die frühere Kolonialmacht Frankreich um Hilfe, die mehrere tausend Soldaten schickte.

Dazu kommen inzwischen vor allem Soldaten aus dem Tschad; zusammen haben sie die Islamisten fürs erste wieder zurückgedrängt. Malis Armee selbst besteht nach Schätzungen aus rund fünftausend Soldaten, die noch dazu miserabel ausgestattet sind.