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Britische Sparer: Zypern beklaut uns

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Britische Sparer: Zypern beklaut uns

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Von der Abgabe für Bankkunden sind auch Ausländer betroffen, die auf Zypern leben und dort Konten unterhalten. 80.000 Briten halten sich auf Zypern auf, viele verbringen ihren Ruhestand im Warmen und beziehen oft nur eine kleine Rente. Sie sind entrüstet: “Am Dienstag werde ich auf die Bank gehen und alles abheben. Man kann denen nicht mehr trauen. Das ist Diebstahl. Die beklauen mich”, empört sich Susan Kearns aus Margate.

“Das ist fürchterlich unfair für die Sparer, die mühsam etwas Geld zurückgelegt haben. Es ist eine Steuer, die wie ein Rasenmäher alles abgreift. Ich verstehe Menschen mit höheren Guthaben, die mehr zahlen müssen. Aber schon 6,75 % erscheinen mir ziemlich viel. Es ist jedoch eine ziemlich schlaue Art sicherzustellen, daß Zypern seinen fairen Anteil trägt”, meint Stewart Cowell von Markse by-The-Sea.

Die britische Regierung kündigte an, die auf Zypern stationierten britischen Soldaten zu entschädigen, sollten sie von der Abgabe betroffen werden.

Anders als die Zyprioten haben die Ausländer nicht jene Regierungen gewählt, die für das Schlamassel letztendlich verantwortlich sind.

“Die Regierung sollte genau untersuchen, wer für all das verantwortlich ist. Diese Leute sollten zur Rechenschaft gezogen werden und ins Gefängnis kommen, selbst, wenn es der Ex-Präsident ist”, findet der 56-jährige Konstantine Georgiou, der sowohl die britische als auch die zypriotische Staatsbürgerschaft besitzt.

Das zypriotische Parlament berät heute die Ausgestaltung der Sparerabgabe.