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Papst empfängt als erstes Staatsoberhaupt seine Landsfrau - trotz alter Animositäten

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Papst empfängt als erstes Staatsoberhaupt seine Landsfrau - trotz alter Animositäten

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Zwei Staatsoberhäupter unter sich: Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat ihren Landsmann, den neuen Papst, im Vatikan besucht. Sie ist die erste Staatschefin, die Franziskus zu sich lud – und das, obwohl es zwischen beiden in Bergoglios Zeit in Argentinien Animositäten gab, unter anderem in der Frage homosexueller Lebensgemeinschaften und Adoption durch Lesben und Schwule.

Zuerst brauchte es augenscheinlich auch etwas mit dem Warmwerden.

Fernandez brachte dem Papst einen Matebecher mit, zur Erinnerung an das Traditionsgetränk im nun fernen Argentinien.

Und schließlich war es nicht einmal ein Fauxpas für sie, den Papst anzufassen – er konterte mit einem Kuss, alte Animositäten hin oder her.

Rom bereitet sich derweil auf die feierliche Amtseinführung des Kirchenoberhaupts an diesem Dienstag vor, bei der ihm die Insignien der päpstlichen Macht überreicht werden. Staats- und Regierungschefs und Delegationen aus über 130 Ländern werden dabei sein, darunter auch Fernández de Kirchner sowie die deutsche Kanzlerin, aber auch trotz Einreiseverbots in der EU Simbabwes Staatschef Robert Mugabe. Erstmals reist dazu auch der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel an.

Allein auf dem Petersplatz erwartet der Vatikan etwa eine Viertelmillion Pilger. Franziskus will vor der Feier einmal um den Platz fahren. Auch das eine Premiere.