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Zyperns Parlament verschiebt Entscheidung über Rettung des Landes

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Zyperns Parlament verschiebt Entscheidung über Rettung des Landes

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Viele Zyprer sind wütend – wütend darüber, dass sie für die Rettung des Landes aus der dortigen Bankenkrise selbst bluten müssen.

Der Staatspräsident droht damit, dass Zypern sonst vor der Pleite stehe. Die Abstimmung im Parlament ist jetzt aber von heute auf morgen verschoben worden: Zuviele Abgeordnete wollen offenbar nicht mitmachen, es müssen Änderungen her.

Man wolle keine Hilfe von außen, sagt die Schauspielerin Anja Yanjosi, die hier mitdemonstriert. Das sei ein finanzieller Dritter Weltkrieg. Man wolle Deutschland nicht und keine deutsche Hilfe.

Mit zehn Milliarden Euro hilft die EU; fast sechs Milliarden muss Zypern aber selbst beisteuern. Deshalb sollen Sparer einen Teil ihrer Guthaben opfern: Mehr als sechs Prozent für Konten bis hunderttausend Euro, knapp zehn Prozent darüber.

Im Gespräch ist jetzt, dass kleinere Sparer weniger zahlen als erst
geplant (möglicherweise drei Prozent), Reichere dagegen mehr (bis zu zwölfeinhalb Prozent). Auch eine Befreiung für Konten bis zwanzigtausend Euro ist nicht ausgeschlossen. Der EU ist das im wesentlichen egal – Hauptsache, Zypern bringt die geforderte Summe irgendwie zusammen.