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Irak zehn Jahre danach

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Irak zehn Jahre danach

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Ist der Irak wieder ein normales Land, zehn Jahre nach Kriegsbeginn? Die Betroffenen, die Iraker selbst, sind skeptisch.

“Nichts hat sich geändert”, sagt eine junge Frau. “Eigentlich wollen wir nur Sicherheit. Sonst läuft es nicht schlecht, aber wir brauchen Sicherheit für unsere Kinder. Es wechselt immer mal: Mal ist es sicher, dann wieder nicht; es ist schwierig.”

Es gibt inzwischen Reichtum, sogar Luxus. Ohne das einstige Embargo bringt das Erdöl nun viel Geld ins Land. Die ganz schlimmen Zeiten, als die Religionsgruppen brutal aufeinander losgingen, sind vorbei. Ruhig ist die Lage im Land trotzdem nicht.

“Nichts hat sich geändert”, sagt ein Mann, der damals den Sturz des
Standbilds von Machthaber Saddam Hussein miterlebt hat. “Es ist sogar noch schlimmer geworden. Sie sind ja nun in Bagdad, Sie sehen ja selbst.”

Sehen kann man zum Beispiel auch Slumsiedlungen, in denen sich Menschen durch Müllberge wühlen. Ihnen haben die zehn Jahre der neuen Verhältnisse im Irak offenkundig nichts gebracht; einer sagt, vielleicht werde es ja einmal besser für die Kinder.