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Lukaschenko will seinen Sohn nicht als Nachfolger

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Lukaschenko will seinen Sohn nicht als Nachfolger

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Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko, bekannt für markige Worte, hat klargestellt: Er will nicht eines fernen Tages die Macht an seinen noch lange nicht volljährigen, unehelichen Sohn abgeben. Der als “letzter Diktator Europas” titulierte Langzeitmachthaber erklärte in einem Interview mit einem russischen Sender: “In diesen Zeiträumen denke ich gar nicht, um ehrlich zu sein. Ich habe geschworen, niemals die Macht an einen Angehörigen zu übergeben, an meine Schwäger oder Kinder. Das steht außer Frage.”

Lukaschenko hatte früher einmal gesagt, sein Sprössling habe das Zeug dazu, in seine Fußstapfen zu treten.

Mit Äußerungen zu Homosexuellen, speziell im Zusammenhang mit dem deutschen Außenminister, hatte er ebenfalls für Verstimmung gesorgt. Jetzt schob er nach: “Den Frauen vergebe ich ihr Lesbentum. Aber Männern nie im Leben ihr Schwulsein. Die Frauen werden lesbisch, wenn wir Männer erbärmlich sind.”

Lukaschenko nimmt seinen inzwischen achtjährigen Sohn gern zu großen öffentlichen Anlässen mit. Bis der allerdings ins für das Präsidentenamt erforderliche Alter komme, sei er selbst etwa 90 – so alt werde er nicht.