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Ungewissheit über möglichen Giftgaseinsatz in Syrien

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Ungewissheit über möglichen Giftgaseinsatz in Syrien

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In einem syrischen Ort bei Aleppo ist eine Rakete eingeschlagen. Sie traf offenbar vor allem Soldaten, von denen etliche getötet wurden. Unter den Toten und Verletzten sind aber auch viele Zivilisten.

Regierung und Aufständische werfen sich gegenseitig vor, die Rakete abgefeuert zu haben – die noch dazu einen chemischen Sprengkopf getragen haben soll. Andere Vertreter der Opposition
wissen dagegen nichts von einem Chemiewaffeneinsatz.

Man prüfe noch, ob überhaupt Chemiewaffen eingesetzt worden seien, sagt Chalid Saleh, ein Sprecher der Opposition. Wenn allerdings, dann sei es die Regierung, die zu solchen Waffen Zugang habe und sie dann auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt hätte.

Ein Pressefotograf der Agentur Reuters berichtet aber, er habe in Krankenhäusern in Aleppo Frauen und Kinder gesehen, die Atemprobleme gehabt hätten. Sie hätten außerdem von Giftgasgeruch erzählt und davon, dass Menschen auf offener Straße erstickt seien.

Vor zwei Jahren haben die Proteste gegen Syriens Regierung begonnen. Sie haben sich zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet, der das Land spaltet und in dem zehntausende Menschen getötet wurden. Ein Ende ist nicht in Sicht.