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Zypern wendet sich hilfesuchend an Russland


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Zypern wendet sich hilfesuchend an Russland

Das Parlament in Zypern hat die Zwangsabgabe für Bankkunden abgelehnt. Auf den Straßen von Nikosia wurden die Abgeordneten gefeiert. Unklar ist jetzt allerdings, wie es weitergehen soll. Die Insel steht kurz vor der Pleite, das Geld in den Staatskassen reicht nach Angaben der Regierung noch bis Mai. Viele Zyprer sind dennoch stolz: “Wir sind ein starkes Vorbild für Griechenland, Spanien und Italien. Wir haben gezeigt, das Volk kann Widerstand leisten,” so eine Sozialarbeiterin.

Kein einziger zyprischer Abgeordnete stimmte für das umstrittene Rettungspaket. Der Parlamentspräsident kündigte an, dass die Politiker heute bei einem Treffen mit dem Präsidenten über die nächsten Schritte beraten werden. Laut dem Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, ist das 10 Milliarden Euro schwere Hilfspaket aus Brüssel weiter auf dem Tisch. Zu der Abstimmung sagte er: “Es ist eine Enttäuschung, doch das Angebot der Euro-Zone und der Euro-Gruppe an Zypern steht noch.”

Auf der verzweifelten Suche nach anderen Geldquellen ist der zyprische Finanzminister Michalis Sarris nach Moskau geflogen. Russische Firmen und Oligarchen haben Schätzungen zufolge bis zu 35 Milliarden Euro auf Konten in Zypern gehortet.

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