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10 Tote nach Streit um Haarspange

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10 Tote nach Streit um Haarspange

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Ein Streit um eine Haarspange hat in Myanmar schwere Zusammenstöße zwischen Muslimen und Buddhisten mit mindestens zehn Toten ausgelöst.

Stein des Anstoßes war demnach eine goldene Haarspange, die ein buddhistisches Ehepaar
verkaufen wollte. Es beschuldigte einen muslimischen Händler, das Teil bei dem Geschäft beschädigt zu haben. Der Streit eskalierte schnell, zahlreiche weitere Menschen wurden bei den Unruhen in Meikhtila rund 500 Kilometer nördlich der Hafenstadt Rangun verletzt.
Ein Bewohner der Region, der Zeuge der Auseinandersetzungen wurde meint: “Es ist wirklich traurig, was hier passiert ist, weil es ja auch nicht nur eine Person betrifft, sondern Alle! Als Buddhist lehne ich solche Gewalt ab!”

Hunderte Menschen gingen bei den Krawallen aufeinander los. Fünf Moscheen wurden zerstört.
Der Besitzer des Goldladens wurde festgenommen. Die Unruhen waren die schwersten seit den Zusammenstößen im vergangenen Jahr, als 180 Angehörige der muslimischen Minderheit umkamen.

Myanmar, das frühere Birma, ist überwiegend buddhistisch.