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Chinas Solarbranchenprimus gehen die Lichter aus

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Chinas Solarbranchenprimus gehen die Lichter aus

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Die Pleitewelle in der Solarbranche weitet sich auch auf China aus. Eine Tochter des fünftgrößten Konzerns weltweit Wuxi Suntech hat am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen in Wuxi in der Provinz Jiangsu stellt Photovoltaikzellen und -module her. Sowohl die regionale Regierung als auch der Konzern suchen nach einer Lösung.

Der chinesische Analyst Lian Rui vermutet, dass die lokale Regierung von Wuxi einschreiten könnte, weil eine Schließung das lokale Bruttoninlandsprodukt, die Steuern, den Arbeitsmarkt und andere Unternehmen in der Industrie belasten könnte. Darüber hinaus habe Suntech Schulden und Kredite bei lokalen Banken.

Unter den zehn größten Herstellern weltweit ist die Hälfte aus China. Die Solarwirtschaft hatte sich dort rasant entwickelt. Die Konzerne erhielten in den letzten beiden Jahren Kredite von mehr als 40 Milliarden Dollar.

Der chinesische Professor Zhang Huiming von der Fudan University erklärte, “der Grund, warum wir uns so schnell weitereintwickelt haben, ist, dass EU-Staaten wie Deutschland und Spanien sowie die USA die Nutzung von Solarprodukten politisch förderten. Das kurbelte den Verkauf an.”

Europas Solarindustrie hat schon länger schwer zu kämpfen. In Deutschland gingen bereits zahreiche Konzerne pleite – wie Solon in Berlin. Grund sind massive Überkapazitäten. Die Preise für Solarmodule waren in den vergangenen Monaten stark gefallen.