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EZB dreht Zypern den Geldhahn ab

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EZB dreht Zypern den Geldhahn ab

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Für Zyperns Politiker läuft die Uhr ab: Die Europäische Zentralbank stellte der Insel ein Ultimatum. Nur noch bis Montag versorgt sie Zyperns Banken mit Geld. Es sei denn, Zypern legt ein Rettungsprogramm vor, dass von EU und dem IWF akzeptiert wird. Bis einschließlich Montag bleiben Banken und Börsen in Zypern geschlossen. In Moskau versucht die EU-Spitze eine verärgerte russische Führung zu beruhigen.

“Bislang haben sich die Europäische Union, die Europäische Komission zusammen mit der Regierung Zyperns aufgeführt wie ein Elefant im Porzellanladen, als ob sie die Krise nicht wahr nähmen”, kritisierte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew das Vorgehen der EU.

Die Eurogruppe besteht darauf, dass Zypern 5,8 Milliarden Euro zur Rettung der Banken beitragen muss, neue Schulden seien nicht akzeptabel. “Nun die Lösung muss finanziell tragbar sein und der Beitrag der EU darf nicht wachsen. Es sollte eine gerechte Verteilung zwischen Steuerzahlern und anderen geben”, bekräftigte der Chef der Euro-Gruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem.

Die beiden größten Banken Zyperns sind praktisch zahlungsunfähig. Von der Bilanzsumme sind sie kleiner als Deutschlands größte Sparkasse. Russische Unternehmen und Personen besitzen Anlagen in Höhe von etwa 25 Milliarden Euro auf Zypern.

Weiterführender Link:

Erklärung der EZB (englisch)
http://www.ecb.int/press/pr/date/2013/html/pr130321.en.html