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Resignation in Ägypten über US-Nahostpolitik

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Resignation in Ägypten über US-Nahostpolitik

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Obamas Besuch in Jerusalem hat in der arabischen Welt für Kritik gesorgt. In Ägypten sprachen viele von einer Provokation, die der Besuch ihrer Meinung nach darstellt. Gleichzeitig hoffen Ägypter auf einen Neuanfang im Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern.

“Seine Versprechen waren gut. Aber etwa 80% von ihnen haben sich in Luft aufgelöst. Das ist ein schlechter Schnitt. Amerika steht immer noch hinter Israel,” sagt ein Passant in Kairo.

Ein anderer Ägypter meint, der Besuch sei ein normaler Schritt für einen neuen Präsidenten in dieser Position. Aber Obama sei nicht in der Lage, die Probleme zu lösen. Man habe diese Besuche satt. Man habe die leeren Worte satt. Er wolle nun Taten sehen.

Mehrere ägyptische Aktivisten verlangten sogar von ihrer Regierung in Kairo, Stellung zu beziehen.

Die Einschätzung des Euronews-Korrespondenten Mohammed Shaikhibrahim in Kairo:
“In einem sind sich die meisten einig: Der Besuch des Präsidenten im Nahen Osten wird nichts Neues bringen im Streit zwischen Palästinensern und Israel über die Siedlungspolitik. Die US-Regierung wiederholt alte Versprechen, die es nicht geschafft haben, den Friedensprozess voranzutreiben.”