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Türkischen Nationalisten ist PKK-Angebot suspekt

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Türkischen Nationalisten ist PKK-Angebot suspekt

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Der Aufruf des inhaftierten Chefs der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, zum Waffenstillstand ist von den Kurden mit Begeisterung aufgenommen worden. Die türkische Regierung begrüßte den Schritt, doch in der türkischen Bevölkerung stößt er auf Misstrauen und Unverständnis:

“Wofür haben all unsere Märtyrer ihr Leben gegeben? Jetzt führt ein Häftling die Türkische Republik. Wir lehnen das ab. Wir wollen Frieden, aber nicht so. In unseren Familien gibt es Märtyrer”, meint ein Mann.

Für die Politikwissenschaftlerin Dr. Çağla Gül Yesevi von der İstanbul Kültür Üniversitesi geht die Bedeutung einer Verständigung mit der PKK weit über den Friedensprozess hinaus.

“Jetzt könnten die Grundlagen des türkischen Staates verändert werden. Wir sind dabei, eine neue Verfassung zu schreiben. In diesem Friedensprozess wird das Parlament eine dominante Rolle spielen. Das heißt, der Friedensprozess wird nicht allein der AKP gehören. Es wird erforderlich sein, die Grundlagen des türkischen Staates zu ändern”, meint Dr. Çağla Gül Yesevi von der İstanbul Kültür Üniversitesi.

“Öcalans Aufruf hat Hoffnung und Optimismus geweckt. Doch den Nationalisten ist der Prozess suspekt und sie wollen konkrete Resultate sehen”, meint der euronews-reporter.