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EU uneins über Waffen an syrische Opposition

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EU uneins über Waffen an syrische Opposition

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Die 27 EU-Staaten bleiben über mögliche
Waffenlieferungen an die Opposition in Syrien zerstritten.

Die Außenminister der EU einigten sich aber bei einem Treffen in Dublin darauf, die Aufständischen durch zivile Hilfe zu stärken. Uneins ist man hingegen, was eine mögliche militärische Hilfe angeht. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius:
“Wenn wir das Waffen-Embargo gegen Syrien lockern, so geschähe dies, um die Opposition zu unterstützen im Kampf gegen Assads Bomben. Sichergestellt werden muss natürlich, das die Waffen nicht in die falschen Hände fallen.”

Der österreichische Außenminister Michael Spindelegger sagte nach den Beratungen in Dublin, die weitaus meisten EU-Regierungen lehnten
Waffen für die syrischen Rebellen ab. Österreichs Außenminister Michael Spindelegger: “Niemand kann garantieren, dass die Waffen, die für die syrische Opposition gedacht sind, auch wirklich in die richtigen Hände gelangen und deshalb haben die meisten Länder nach wie vor Bedenken gegenüber so einem Schritt.”
Waffenlieferungen, so Spindelegger weiter, hätten Auswirkungen auf die gesamte Region: Österreich werde dann vermutlich seine UN-Blauhelmsoldaten von den Golanhöhen abziehen müssen.

Die euronews-Reporterin meint:“Das Treffen ist rein informell, es werden also keine Entscheidungen gefällt. Außerdem ist das Thema sehr komplex. London und Paris versuchen ihre Partner zu überzeugen, doch einer Aufhebung des Waffenembargos zuzustimmen. Aus Dublin für euronews, Audrey Tilve.”