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Staatstrauer in Syrien

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Staatstrauer in Syrien

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In Syriens Hauptstadt Damaskus hat heute die Trauerfeier für Scheich Mohammed Said Ramadan al -Buti stattgefunden. Der 84jährige Sunnit und Imam der historischen Omayyad-Moschee galt als regierungsnah. Präsident Bashar al-Asad war nicht unter den Gästen der Trauergemeinde, wurde aber von einem Minister seines Kabinetts vertreten, wie es im syrischen Staatsfernsehen hieß. Der Imam war bei einem Terroranschlag vergangenen Donnerstag zusammen mit seinem Enkelsohn und mindestens 48 weiteren Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter hatte seinen Sprengsatz in der gut besuchten Moschee gezündet, als der Imam gerade dort unterrichtete. Wer für den Anschlag verantwortlich ist, ist noch ungeklärt. Das Verbrechen wurde aber von allen Seiten aufs Schärfste verurteilt. Auch vom UN-Sicherheitsrat, der aber zugleich davor warnte, im Kampf gegen Terrorismus internationales Recht und Menschenrechte zu verletzen.
Präsident Assad ordnete Staatstrauer für heute an und bekräftigte seine Absicht, das Land von den Rebellen zu befreien. Mit Luftangriffen, Artilleriebeschuss und Raketen gehen siene Truppen gegen sie in Gebieten im Osten und Norden des Landes vor.