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Seleka-Rebellen nehmen Bangui ein, Präsident Bozize geflohen

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Seleka-Rebellen nehmen Bangui ein, Präsident Bozize geflohen

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In der Zentralafrikanischen Republik haben Rebellen die Hauptstadt des Landes, Bangui, eingenommen und den Präsidentenpalast gestürmt. Staatschef Francois Bozize war zuvor geflohen und soll Zuflucht in der Demokratischen Republik Kongo gesucht haben.

Der Konflikt zwischen der Regierung und den Seleka-Rebellen dauert schon seit Monaten an.
Bereits im Dezember hatten die Kämpfer, die den Rücktritt Bozizes forderten, wichtige Städte eingenommen und waren auf dem Weg nach Bangui. Nach Friedensgesprächen in Gabun hatten die Seleka aber dann zunächst zugestimmt, dass Bozize bis 2016 im Amt bleiben dürfe.

Am Samstag hatte die frühere Kolonialmacht Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wegen der eskalierenden Lage beantragt. Paris hat momentan 250 Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik.

Anfang Februar wurde eine Allparteienregierung gebildet, in der Rebellen und Oppositionspolitiker wichtige Posten bekamen. Der Deal sah auch vor, Seleka-Kämpfer in die Armee zu integrieren. Die Miliz wirft Bozizé vor, dieses Versprechen nicht eingehalten zu haben.

Die Zentralafrikanische Republik war 1960 unabhängig geworden. Das Land, das an andere Krisenstaaten wie den Kongo und den Sudan grenzt, ist seit Jahrzehnten von politischer Instabilität geprägt. Trotz reicher Rohstoffvorkommen an Diamanten, Gold und Uran gehört es nach wie vor zu den ärmsten Staaten der Erde.