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Zentralafrika nach dem Umsturz

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Zentralafrika nach dem Umsturz

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Die Aufständischen in der Zentralafrikanischen Republik haben die Hauptstadt Bangui eingenommen. Ihr Anführer hat sich selbst zum neuen Staatsoberhaupt ausgerufen, der bisherige Präsident hat sich ins benachbarte Kamerun abgesetzt.

Der Konflikt in Zentralafrika schwelt schon länger: Ein Abkommen im Januar sollte ihn beilegen. Seit Februar gab es eine Regierung, in der auch die Opposition saß.

Die Aufständischen beschweren sich aber, dass Zusagen von damals nicht eingehalten worden seien. Nun wollen sie eine neue Regierung bilden, in der ebenfalls verschiedene Kräfte ihren Platz haben sollen. Innerhalb von drei Jahren, so ihr Versprechen, wird es Wahlen geben.

Frankreich, die frühere Kolonialmacht, schickt jetzt zusätzliche Soldaten, um seine Bürger und wichtige Einrichtungen zu schützen; rund zweihundert Soldaten waren sowieso schon hier. In den Aufstand haben sie aber nicht eingegriffen.

Es sind nicht die einzigen ausländischen Truppen im Land: Bei den jetzigen Kämpfen wurden dreizehn Soldaten aus Südafrika getötet. Nach südafrikanischen Angaben waren die Truppen in ihrem Stützpunkt und verteidigten sich gegen Angreifer. Ob die südafrikanischen Soldaten nun bleiben, ist offen.