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Zypern-Pleite abgewendet - Kleinsparer bleiben verschont

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Zypern-Pleite abgewendet - Kleinsparer bleiben verschont

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Die drohende Zypern-Pleite ist abgewendet. Die Finanzminister der Eurozone stimmten in der Nacht dem überarbeiteten Rettungsplan zu. Damit machten sie den Weg frei für die Milliardenhilfen. Wichtigste Nachricht für Anleger: Die umstrittene Zwangsabgabe für alle ist vom Tisch.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sagte: “Ich betone, dass keine unserer Maßnahmen Einlagen unter 100 000 Euro betrifft. Daran soll es keine Zweifel geben. Wir haben heute noch einmal sichergestellt, dass die Garantie dieser Einlagen in der EU sehr wichtig ist.”

Während Kleinsparer also ungeschoren davonkommen, werden wohl Guthaben über 100 000 Euro mit der Einmalabgabe belastet. Bei der Bank of Cyprus sollen laut einem zyprischen Medienbericht 30 Prozent fällig sein.

Die Laiki-Bank, das zweitgrößte Geldhaus des Landes, soll laut der Eurogruppe in eine Good Bank und eine Bad Bank aufgespaltet werden. Auch hier müssten Kunden mit Einlagen von mehr als 100 000 Euro mit erheblichen Verlusten rechnen, hieß es.

euronews-Korrespondentin Efi Koutsokosta: “Nach Marathonverhandlungen und vielen Verzögerungen, jetzt also das Ergebnis: Nikosia wird Anfang Mai das erste Geld aus dem 10-Milliarden-Rettungspaket in Empfang nehmen können, und es wird eine spezielle Task-Force gebildet, die Zyperns Wirtschaft helfen soll.”

Zyperns Finanzminister: "Kernschmelze abgewendet"

Der Finanzminister Zyperns, Michael Sarris, bezeichnete in der Nacht das Rettungspaket als beste aller verfügbaren Lösungen. Es sei gelungen den Staatsbankrott abzuwehren und auf der Mittelmeerinsel eine Kernschmelze des Banksystems zu vermeiden. Die Unsicherheit der vergangenen drei Jahre sei nun beendet, das Land habe die Chance auf einen Neuanfang: “Im Grunde genommen haben wir keine Schlacht gewonnen, sondern eine Katastrophe verhindert, den Austritt aus der Euro-Zone”, meinte Sarris.

Trotz der Hilfsgelder werde es für Zypern nicht leicht werden. “Ich glaube nicht, dass jemand bezweifelt, dass der Bevölkerung Zyperns schwere Zeiten bevorstehen und dass sie den Preis für vergangene Fehlentscheidungen zahlen wird”, erklärte Sarris.

In Nikosia hielten die Proteste gegen die ursprünglich vorgesehenen Zwangsabgabe an. Die wird es nun zwar nicht geben, dafür ist unklar, wieviel von Bankeinlagen über 100.000 Euro zurückgezahlt werden wird. Vor dem Amtssitz des Präsidenten skandierten Demonstranten “Merkel raus!”. Die Polizei forderte die Menge auf, abzuziehen. Daraufhin marschierte die Menge durch die Innenstadt.

Weiterführender Link:

Erkärung der Eurogruppe (englisch)