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Zyperns Banken bleiben zunächst geschlossen

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Zyperns Banken bleiben zunächst geschlossen

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Die zyprischen Banken bleiben zunächst geschlossen. Die zyprische Zentralbank teilte mit, sie würden erst am Donnerstag eröffnet. Regierung und Angestellte rechnen mit einem Ansturm, waren die Banken doch über eine Woche geschlossen. Kontoinhaber fürchten um ihre Ersparnisse, denn das Rettungspaket sieht so manche bittere Pille vor. So sollen Bankkunden mit einem Guthaben ab 100.000 Euro kräftig zur Kasse gebeten werden. Die beiden größten Kreditinstitute sollen schrumpfen beziehungsweise ganz schließen. Um eine Kapitalflucht zu verhindern, kündigte der Präsident Einschränkungen an – und verteidigte das Rettungspaket.

Zypern habe kurz vor dem Bankrott gestanden, das Abwägen sei schwierig und das Umfeld nicht ideal gewesen. Aber nach harten Verhandlungen hätten sie ein Ergebnis erzielt, das die Zukunft des Landes absichere, sagte Nikos Anastasiades im Fernsehen.

Trotz der erfolgreichen Verhandlungen zur Rettung Zyperns rutschten die US-Börsen in die Verlustzone. Der Dow Jones Industrial war auf einem Rekordhoch gestartet und gab dann kräftig nach. In Frankfurt erholten sich die Standardwerte im Lauf des Tags etwas von ihren Verlusten. Hintergrund war ein Kommentar des Eurogruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem, wonach die Restrukturierung der Banken auf Zypern anderen Euro-Ländern als Vorlage dienen könnte. Später distanzierte er sich von der Aussage.