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Zyperns Banken steuern allmählich auf die Wiedereröffnung zu

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Zyperns Banken steuern allmählich auf die Wiedereröffnung zu

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Zehn Tage sind Zyperns Banken nun schon geschlossen, und das bleibt auch am Mittwoch noch so. Erst am Donnerstag sollen sie wieder öffnen.

Dass heute aber am Sitz von Zyperns größter Bank, der Bank of Cyprus, so viele Menschen sind, hat damit zu tun, dass sie für die Bank arbeiten und sich Sorgen machen.

Ihre Bank soll Teile des Konkurrenten Laiki übernehmen, wird aber auch selber umgebaut – wie, ist unbekannt. Laiki wird abgewickelt. Aus Protest gegen diese Neuordnung ist der Chef der Bank of Cyprus zurückgetreten.

“Jetzt wird alles klar”, meint einer der Beschäftigten, die hier protestieren. “Unser Chef ist weg, und jetzt ist alles im Fluss. Wenn die von Anfang Zyperns Bankwesen zerstören wollten, dann sind sie wohl auf dem richtigen Weg. Nach Laiki sind wir dran, und dann wird es noch schlimmer.”

Mit der Bankenöffnung am Donnerstag soll auch der Kapitalfluss kontrolliert werden, damit Sparer und Anleger nicht schnellstens alles ins Ausland transferieren. Wie genau diese Kontrollen aussehen sollen, ist noch unbekannt.

Möglicherweise hätten aber Anleger schon vor der Bankenschließung viel Geld abgezogen, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Parlamentspräsident Giannakis Omirou will demnach prüfen, ob es ungewöhnlich hohe Überweisungen ins Ausland sowie größere Bargeld-Abhebungen
gegeben hat.

Omirou forderte DPA zufolge eine Liste mit Überweisungen der vergangenen Wochen an. Der Geldabfluss soll nach Informationen aus der zyprischen Notenbank bei der Europäischen Zentralbank aufgefallen sein: Zyprische Banken forderten demnach viel mehr Geld an, als ihre Kunden sich von Geldautomaten holten.

Der Parlamentspräsident will auch prüfen, ob hohe Beamte ihr Geld ins Ausland geschafft haben, die an entscheidenden Stellen in der Notenbank oder im Präsidialamt sitzen und von der bevorstehenden Schließung der Banken wussten. Zyprische Medien berichten ohne Quellenangabe, es seien “Unmengen” von Geld abgehoben worden.

Der Plan für Zyperns Banken


  • Durch den EU-Rettungsplan für Zypern wird der gesamte Bankensektor restrukturiert

  • Die zweitgrößte Bank des Landes Laiki Bank, wird in zwei Teile getrennt: eine “bad bank” und eine “good bank”, bevor sie geschlossen wird, was zum Verlust von mehreren Tausend Stellen führen wird

  • Anlagen bei der Laiki Bank von weniger als 100.000 Euros werden zur “good bank” gerechnet und sind durch EU-Gesetze gesichert. Dieses Geld wird an Zyperns größte Bank, die Bank of Cyprus, weitergeleitet

  • Anlagen bei der Laiki Bank von mehr als 100.000 Euros zählen zur “bad bank”. Dieses Geld und Anlagen von mehr als 100.000 Euros bei der Bank of Cyprus sind nicht durch EU-Gesetze gesichert, sie werden zunächst eingefroren und dann dazu benutzt, um die Schulden der Laiki Bank zu zahlen und die Bank of Cyprus zu rekapitalisieren. Die Kunden von Laiki Bank und Bank of Cyprus mit Anlagen von mehr als 100.000 Euros müssen damit rechnen, etwa 40 % ihrer Anlagen zu verlieren