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Zyprischer Architekt klagt über "Raub" seines Geldes

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Zyprischer Architekt klagt über "Raub" seines Geldes

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Zu den Zyprern, die bei der Rettung der Banken auf jeden Fall herangezogen werden, gehört er – ein Architekt, der sich nach eigenen Angaben gut zweihunderttausend Euro für den Ruhestand angespart hat.

Die jüngsten Entscheidungen treffen nicht unbedingt auf sein Wohlwollen. Man werde quasi bei hellichtem Tage ausgeraubt, sagt Michael Orphanides einem Reporter des dänischen Fernsehens.

Keiner wisse bisher, ob von dem Geld nun vierzig Prozent einbehalten würden – oder sechzig Prozent oder fünfundsechzig.
Das sei alles im Gespräch, und die nächsten Tage werde es sich wohl entscheiden.

Er sei hilflos und könne selbst nichts beeinflussen. Sein schwerverdientes Geld werde verwendet, um Banken und Politiker zu retten.

Der Plan für Zyperns Banken


  • Durch den EU-Rettungsplan für Zypern wird der gesamte Bankensektor restrukturiert

  • Die zweitgrößte Bank des Landes Laiki Bank, wird in zwei Teile getrennt: eine “bad bank” und eine “good bank”, bevor sie geschlossen wird, was zum Verlust von mehreren Tausend Stellen führen wird

  • Anlagen bei der Laiki Bank von weniger als 100.000 Euros werden zur “good bank” gerechnet und sind durch EU-Gesetze gesichert. Dieses Geld wird an Zyperns größte Bank, die Bank of Cyprus, weitergeleitet

  • Anlagen bei der Laiki Bank von mehr als 100.000 Euros zählen zur “bad bank”. Dieses Geld und Anlagen von mehr als 100.000 Euros bei der Bank of Cyprus sind nicht durch EU-Gesetze gesichert, sie werden zunächst eingefroren und dann dazu benutzt, um die Schulden der Laiki Bank zu zahlen und die Bank of Cyprus zu rekapitalisieren. Die Kunden von Laiki Bank und Bank of Cyprus mit Anlagen von mehr als 100.000 Euros müssen damit rechnen, etwa 40 % ihrer Anlagen zu verlieren