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Franco Battiato kritisiert politische Verhältnisse in Italien

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Franco Battiato kritisiert politische Verhältnisse in Italien

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Franco Battiato ist eine der herausragenden Figuren der italienischen Kulturszene. Als Liedermacher debütierte er vor mehr als vier Jahrzehnten. Doch die Musik ist nur eines der zahlreichen Schaffensgebiete Battiatos, der sich immer auch politisch engagierte.
Die zu Beginn der Woche geäußerte Kritik an den derzeitigen Verhältnissen in Italien hatte zur Folge, dass er seines Amtes als Kulturbeauftragter der Region Sizilien enthoben wurde. “Zwei Jahrzehnte dauert die Katastrophe bereits an”, so der Künstler bei einem Besuch in Brüssel, wo er auch konzertierte. “Ich bin entsetzt darüber, dass es Politiker gibt, die sich ohne jede Scham bereichern, während anderen selbst das Geld für Essen fehlt. Bis zu sechs Millionen Menschen leben in Armut, es ist eine Schande.” Zu der Bewegung Cinque Stelle ging Battiato inzwischen auf Distanz. Er forderte deren Führer Beppe Grillo dazu auf, in Rom eine Regierungsbildung zu unterstützen. “Es muss eine Entscheidung fallen. Wir können nicht weitermachen wie bisher, das Risiko ist zu groß. Grillo könnte beispielsweise ein Auge zudrücken, selbst wenn das ihm schwerfällt.” “Armes, von den Mächtigen zerquetschtes Vaterland”, singt Battiato uns zum Schluss vor.