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Geteiltes Echo auf Camerons Zuwanderungs-Rede

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Geteiltes Echo auf Camerons Zuwanderungs-Rede

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Nach der Grundsatzrede des britischen Premiers David Cameron zum Thema Zuwanderung sind die Meinungen zu den Aussagen und Plänen des Regierungschefs geteilt. Auch unter Migranten selbst. Im südostenglischen Ipswich hatte Cameron die Rede gehalten. Dort lebt die Friseurin Maria Huntley, deren Eltern aus Italien stammen.

Jetzt sagt sie: “Wenn man für die Gesellschaft arbeitet, dann sollte man auch Sozialleistungen beziehen können, aber ja, ich finde, Cameron hat recht.”

Damit gemeint ist die Absicht des Premiers, den Zugang zu Sozialleistungen für Einwanderer – auch solche aus der EU – zu erschweren. Und damit für Leute wie Elsa Rodrigues.

Sie sagt: “Ich erhalte zum ersten Mal Arbeitslosengeld. Wenn sie das jetzt kürzen, habe ich Probleme, denn im Moment arbeitet nur noch meine Tochter.”

Der griechischstämmige Ken Driver sorgt sich vor allem um die Chancen von Briten bei der Vergabe von Sozialwohnungen.

Er meint: “Man will nicht, dass Leute hierherkommen und dann vor den Engländern landen, die teilweise vier oder fünf Jahre auf der Warteliste für eine Wohnung stehen.”

Mit seiner Rede hatte Cameron besonders die EU-Länder Bulgarien und Rumänien im Auge. In neun Monaten tritt für sie die Freizügigkeit in Kraft und in Großbritannien fürchten viele, dann zum Ziel vor allem armer Zuwanderer zu werden.