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Russland präsentiert mutmaßliches Adoptions-Opfer

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Russland präsentiert mutmaßliches Adoptions-Opfer

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Im Adoptions-Konflikt zwischen Russland und den USA hat das russische Staatsfernsehen jetzt einen jungen Mann präsentiert. Der 18jährige Alexander Absonow sei, so heißt es, aus den USA nach Russland zurückgekehrt. Dort lebe er nun bei seiner Großmutter. Als Grund für seine Rückkehr gab Absonow gegenüber den Reportern an, die Adoptivfamilie in Philadelphia habe ihn schlecht behandelt.

Er erzählte: “Meine Adoptivmutter gab mir keine Ruhe. Wenn ich ruhig in meinem Zimmer saß, nichts machte, niemanden stören wollte, kam sie und suchte nach Gründen, um mich anzuschreien oder irgendetwas in dieser Art zu tun.”

Absonow, der in den USA Joshua Alexander Saletti hieß, gab außerdem an, drei Monate in den Straßen Philadelphias gelebt und Dinge gestohlen zu haben, um zu überleben. Laut einer russischen Zeitung wies die Adoptivmutter die Vorwürfe zurück.

In russischen Medien gibt es immer wieder Berichte über in den USA misshandelte russische Adoptivkinder. Im Dezember hatte Moskau ein Gesetz verabschiedet, das US-Familien die Adoption verbietet. Immer wieder gab es Proteste dagegen und dafür.