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Zypern muss sich "übermenschlich anstrengen"

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Zypern muss sich "übermenschlich anstrengen"

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In Zyperns Hauptstadt Nikosia haben erneut Hunderte Menschen gegen das mit den Geldgebern ausgehandelte Hilfspaket demonstriert. Sie fürchten einen Wirtschaftsabschwung und Arbeitslosigkeit. An diesem Donnerstag sollen die Banken wieder öffnen. Weil sie Chaos befürchtet, plant die Regierung nun Kapitalkontrollen, um das Abheben großer Summen zu verhindern. Solcherlei Einschränkungen fachen den Zorn der Bürger weiter an, die kaum mehr auf die Politik vertrauen.

Ein Demonstrant: “Wir fordern eine Volksabstimmung. Nichts sollte ohne die Zustimmung des Volkes verabschiedet werden. Wir werden Zypern nicht verkaufen, nur weil einige sich genau dazu verpflichtet haben.”

Zentralbankchef Panicos Demetriades sprach derweil von “übermenschlichen Anstrengungen”, die nötig seien, damit die Geldhäuser wieder aufmachen könnten. Vor der Zentralbank protestierten Angestellten der Bank of Cyprus, die um ihre Jobs fürchten, wenn ihr Arbeitgeber mit der Laiki Bank verschmilzt.

“Wir wollen unsere Jobs, lasst die Banken arbeiten”, so ein Mann, der gemeinsam mit anderen versuchte, die Polizeiabsperrung zu überwinden und den Eingang der Zentralbank zu erreichen. Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Demetriades. Der wiederum verteidigte den Rettungsdeal. Ohne den nämlich wäre das Land jetzt pleite, so der Notenbanker.